Welcher Politik können wir noch glauben?

Mitte der 90er Jahre setzte sich das Internet durch. Im Jahr 1998 endete die längste Kanzlerschaft in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands. Es sah nach Aufbruch aus. Rot-Grün und ein Kanzler, der selbst für seine Politik auch die eigene Partei spaltete. Die junge Generation wurde zu Digital Natives, konnte einen „Raum der Freiheit“ für sich nutzen und kreativ werden. Doch die angenommene „Unschuld des Internets“ endete mit Wikileaks und Assange, mit Snowden und den Praktiken der NSA. Die Kanzlerin nannte dieses Internet #neuland. Für viele Weiterlesen

Über (politische) Wirklichkeit

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Paul Watzlawick (1921-2007) gilt bis heute als einer der wichtigsten Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeuten. In dem Interview von 1997 erklärt der Konstruktivist die Unterscheidung zwischen einer „beobachten Wahrheit“: das Glas ist halb gefüllt und den daran anschließenden Wirklichkeitskonstruktionen „Das Glas ist halb voll/ Das Glas ist halb leer“. Im Gegensatz zu der faktischen Beobachtung sind die „anschließenden“ Überzeugungen eine Konstruktion, die auch anders sein kann.

Watzlawick macht damit bewusst, wie zufällig Zurechnungen in modernen Gesellschaften sind und dass diese objektiv nicht „wahr“ sein können.